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Weihnachtskrippen bei Manor – Tradition mit Charakter

Eine kleine Holzfigur der Maria liegt seit elf Monaten in Seidenpapier gewickelt im Karton auf dem Estrich. Anfang Dezember wird sie vorsichtig ausgepackt, kurz abgestaubt und neben den Stall auf die Fensterbank gesetzt – genau an den Platz, an dem sie schon letztes Jahr stand. Daneben der Adventskranz, dahinter die Lichterkette, und ein Kind streckt den Finger aus, um dem Esel vorsichtig über den Rücken zu streichen. An diesem kleinen Ritual zeigt sich, ob eine Krippe wirklich zum eigenen Zuhause passt – ob sie in den Raum gehört, statt nur darin zu stehen.

Welche Krippenarten gibt es?

Weihnachtskrippen lassen sich im Wesentlichen in drei Stilrichtungen einteilen, die sich in Architektur, Material und Raumwirkung deutlich unterscheiden.

Alpenländische Krippe: warm, handwerklich, zum Weiterbauen gemacht

Der Klassiker unter den Krippen: ein Naturholz-Stall mit Satteldach und Holzschindeln, dazu geschnitzte oder bekleidete Figuren aus Lindenholz oder Zirbenholz. Die Anmutung ist warm, die Oberfläche griffig, der Geruch von Zirbe bleibt über Jahre dezent wahrnehmbar. Allerdings braucht eine alpenländische Krippe Platz – rechnen Sie mit mindestens 40 × 30 cm Stellfläche für ein Einstiegsset mit 8-cm-Figuren. Grössere Figuren von 12 bis 15 cm wirken deutlich detailreicher in der Schnitzarbeit, treiben aber sowohl Platzbedarf als auch Preis spürbar nach oben. Wer ein Faible für Handwerk hat und die Krippe über Jahre mit einzelnen Hirten, Königen oder Tieren erweitern möchte, ist hier richtig.

Orientalische Krippe: eigenständig, farbstark, überraschend modern

Statt Satteldach und Holzschindeln dominieren hier Flachdach-Architektur, Sandstein-Optik und Terrakotta-Elemente – orientiert am biblischen Originalschauplatz. Die Farbpalette bewegt sich in Erdtönen, Ocker und warmem Braun, die Figuren tragen oft stoffliche Gewänder. Stilistisch ist die orientalische Krippe eigenständiger als die Alpenland-Variante und fügt sich überraschend gut in modern eingerichtete Wohnräume mit warmer Farbgebung ein. Wer eine Krippe sucht, die nicht nach Berghütte aussieht, aber trotzdem erzählerisch dicht wirkt, findet hier eine Alternative, die in der Schweiz noch unterschätzt wird.

Moderne Krippe: reduziert und sofort aufstellbar

Figuren ohne Gesichtszüge, geometrisch abstrahiert, aus Keramik, hellem Holz oder Metall. Kein klassischer Stall, sondern offene Bogenformen oder freistehende Figurengruppen. Die Stellfläche beginnt bei kompakten 20 × 15 cm – ideal für schmale Fensterbänke oder Regale in einer Stadtwohnung. Für skandinavisch oder puristisch eingerichtete Räume ist das die stimmigste Lösung.

Moderne Krippen sind in der Regel nicht erweiterbar. Wer einzelne Figuren nachkaufen oder die Szene über die Jahre wachsen lassen möchte, stösst bei abstrahierten Designs schnell an Grenzen.

Worauf beim Kauf achten?

Welches Material hält wirklich Jahrzehnte?

Holz, Kunstharz, Keramik oder Olivenholz – jedes Material hat seinen Platz, aber keines ist pauschal überlegen. Handgeschnitzte Holzfiguren aus Lindenholz oder Ahornholz beginnen bei etwa CHF 25 bis 40 pro Einzelfigur in 8 bis 10 cm Höhe. Gegossene Kunstharz-Figuren gleicher Grösse liegen bei CHF 5 bis 15 – der Preisunterschied spiegelt vor allem den Detailgrad und die Haptik wider. Holz patiniert über die Jahre honigfarben und gewinnt an Charakter, reagiert aber empfindlich auf Feuchtigkeit. Kunstharz ist bruchfester, leichter abwischbar und verzeiht Kinderhände, fühlt sich dafür glatter und weniger lebendig an. Keramik sieht edel aus, überlebt aber erfahrungsgemäss selten den dritten Umzug unbeschadet.

Wir bei Manor empfehlen: Überlegen Sie zuerst, wie viele Jahre die Krippe begleiten soll und wer im Haushalt lebt – dann ergibt sich das Material fast von selbst.

Zuerst messen, dann den Massstab wählen

Die Figurenhöhe bestimmt den gesamten Platzbedarf. Bei 10-cm-Figuren sollte der Stall mindestens 25 bis 30 cm breit und 20 cm hoch sein, bei 15-cm-Figuren mindestens 40 cm breit und 30 cm hoch. Zu kleine Ställe lassen die Szene gedrängt wirken – ein häufiger Fehler beim Onlinekauf, wenn man sich nur an den Figuren orientiert. Gängige Massstäbe: 8 bis 10 cm für Fensterbrett oder Sideboard, 12 bis 15 cm für Beistelltisch oder Boden, 20 cm und grösser für einen eigenen Stellplatz. Messen Sie zuerst den verfügbaren Platz aus und wählen Sie dann den Massstab – nicht umgekehrt.

Wie viele Figuren braucht eine Krippe?

Einstiegssets enthalten meist drei bis fünf Figuren: die Heilige Familie plus ein bis zwei Tiere. Sammelkrippen lassen sich über Jahre mit Hirten, Königen, Engeln und weiteren Tieren ergänzen. Wichtig dabei: Erweiterbarkeit funktioniert nur innerhalb derselben Serie und desselben Herstellers – ein 12-cm-König von einem anderen Anbieter neben 8-cm-Figuren erzeugt einen Stilbruch, der die gesamte Szene kippt.

Was Sie vor dem Kauf noch prüfen sollten

  • Beleuchtung: LED-Kerzen oder eingebaute LED-Beleuchtung im Stall schaffen Atmosphäre, sind aber nicht bei allen Modellen nachrüstbar. Vor dem Kauf prüfen, ob eine Lichtquelle integriert ist oder ob die passende Weihnachtsbeleuchtung separat ergänzt werden kann.
  • Kindertauglichkeit: Für Haushalte mit kleinen Kindern sind bruchfeste Kunstharz- oder Holzkrippen ohne Kleinteile die pragmatischere Wahl als Keramik. Bei Figuren unter 3 cm Höhe besteht Verschluckungsgefahr – das betrifft vor allem lose Tierfiguren und Zubehörteile wie Laternen oder Kronen.
  • Aufbewahrung: Krippen mit Originalverpackung oder gepolstertem Aufbewahrungskoffer halten jahrzehntelang. Lose in eine Kiste gelegte Keramikfiguren brechen erfahrungsgemäss innerhalb weniger Jahre. Die zehn Minuten Einwickeln im Januar sparen den Neukauf im Dezember.

Bekannte Krippenmarken bei Manor

Handwerk und Tradition erleben

Handgeschnitzte Krippenfiguren aus Südtiroler Werkstätten – etwa von PEMA – stehen für Schnitzkunst, die über Generationen weitergegeben wird. Einzelfiguren beginnen bei ca. CHF 80 bis 150, komplette Sets bei CHF 200 bis 500 und mehr. Dieses Segment richtet sich an Sammler, die ihre Krippe über Jahre Figur für Figur erweitern und als Erbstück weitergeben möchten.

Fertige Komplettsets für sofortiges Aufstellen

Marken wie Villeroy & Boch bieten Porzellan- und Keramikkrippen, die als eigenständiges Wohnaccessoire funktionieren – stimmig durchgestaltet, sofort aufstellbar. Das Preissegment liegt bei CHF 40 bis 150 für komplette Sets. Ergänzend dazu führt like. by Villeroy & Boch moderne Interpretationen, die sich auch als Geschenk eignen. Für Käufer, die eine fertige Gesamtlösung ohne Erweiterungsabsicht suchen.

Wer zwischen Sammelkrippe und Komplettset schwankt, sollte sich eine ehrliche Frage stellen: Werde ich in drei Jahren tatsächlich einzelne Figuren nachkaufen – oder steht die Krippe jedes Jahr unverändert am selben Platz? Unserer Erfahrung nach greifen die meisten Kundinnen und Kunden langfristig zum Komplettset.

Robuste Sets für den Einstieg mit Kindern

Einfache Kunstharz-Sets und kindgerechte Holzkrippen – etwa aus dem saisonalen Manor-Sortiment – liegen im Bereich von CHF 20 bis 60. Robust, sofort vollständig, ideal als erstes Weihnachtsritual mit Kindern. Unserer Erfahrung nach sind genau diese Sets der häufigste Einstieg in eine Krippentradition, die dann über die Jahre wächst.

Gut zu wissen – was eine Krippe nicht leisten muss

Eine teurere Krippe ist nicht automatisch die bessere Wahl. Handgeschnitzte Holzfiguren aus Südtirol sind kunsthandwerklich wertvoll, aber für einen Haushalt mit Kleinkindern oder eine Fensterbank mit 25 cm Tiefe schlicht überdimensioniert. Wer die Krippe jedes Jahr nur für drei bis vier Wochen aufstellt, fährt mit einem kompakten Kunstharz-Set oft besser als mit einer empfindlichen Sammleredition. Entscheidend ist, dass Massstab, Material und Stellplatz zusammenpassen – nicht der Preis pro Figur. Für individuelle Beratung zur passenden Krippe stehen Ihnen unsere Fachberater in den Manor-Filialen persönlich zur Verfügung.

Häufige Fragen zu Weihnachtskrippen

Welche Krippengrösse passt auf mein Sideboard?

Bei Sideboards ist meist die Tiefe der limitierende Faktor – viele Modelle sind nur 30 bis 35 cm tief. Links und rechts vom Stall sollten mindestens 5 cm Freiraum bleiben, damit die Szene nicht eingequetscht wirkt. Wer zusätzlich Moos, Zaunelemente oder Weihnachtsdekoration platzieren möchte, braucht mindestens 60 cm Breite.

Aus welchem Material sollten Krippenfiguren sein?

Für Haushalte mit Kindern unter sechs Jahren ist Kunstharz die pragmatischste Wahl – bruchfest, leicht abwischbar, günstig ersetzbar. Wer eine Krippe als dauerhaftes Erbstück plant, greift zu Lindenholz: Es ist weich genug für feine Schnitzdetails, verzieht sich kaum und lässt sich bei kleinen Kratzern mit feinem Schleifpapier und etwas Leinöl auffrischen. Keramik wirkt hochwertig, verträgt aber weder Stösse noch Temperaturschwankungen beim Lagern auf dem Estrich.

Welche Krippe eignet sich als Geschenk?

Als Geschenk funktionieren Komplettsets am besten – sofort aufstellbar, kein Zubehör nötig. Sets von Villeroy & Boch ab ca. CHF 50 bis 80 wirken hochwertig und passen stilistisch in die meisten Wohnungen. Für Familien mit Kindern eignen sich robuste Holz-Komplettsets im Bereich CHF 30 bis 50. Beim Verschenken lieber ein kleineres, vollständiges Set wählen als einzelne Figuren – der Beschenkte hat sonst keinen Stall und keine Szene.

Wie lagere ich eine Weihnachtskrippe richtig?

Figuren einzeln in Seidenpapier oder Luftpolsterfolie wickeln – nie lose in eine Kiste legen. Holzfiguren bei Raumtemperatur lagern, nicht im feuchten Keller und nicht auf dem überhitzten Estrich über 35 °C, da Holz reissen kann. Keramikfiguren stehend lagern, nicht liegend stapeln, und den Stall mit einem Tuch abdecken.

Gibt es nachhaltig produzierte Weihnachtskrippen?

Krippen aus FSC-zertifiziertem Holz oder aus europäischer Produktion – etwa von PEMA aus Südtirol oder aus dem Erzgebirge – haben kürzere Transportwege und unterliegen strengeren Arbeitsschutzstandards als asiatische Massenware. Einige dieser Hersteller fertigen aus regionalem Ahornholz und verzichten auf chemische Lacke; die Figuren werden stattdessen mit Naturöl oder Wasserfarben behandelt. Beim Kauf auf Herkunftsangabe und Materialdeklaration achten.